|
|
Stand: 19. Mai 2004 | |
![]() |
Umwelttechnik
in Braunschweig Vortragsreihe des VDI
AK Umwelttechnik Leitung: Dr.-Ing. Frank Schröter, VDI
|
|
Der Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) bietet mit seinen Umwelttechnikarbeitskreisen, die in das VDI Kompetenzfeld "Betrieblicher Umweltschutz und Umweltmanagement" eingebunden sind, Interessierten ein Forum (Kompetenznetzwerk) zum Erfahrungsaustausch.
Im Rahmen der Vortragsreihe Umwelttechnik in Braunschweig stellen VDI Umweltingenieurinnen und Umweltingenieure Ergebnisse aus ihrer täglichen Berufspraxis vor.
Die Vorträge sollen den Erfahrungsaustausch zwischen den Ingenieuren fördern, den Studierenden der umweltbezogenen Fachrichtungen Informationen über die Probleme, aber auch die Lösungswege aus dem Ingenieursalltag geben und den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis verbessern.
10. Februar 2004 Uta Maria Pfeiffer
Bereichsreferentin für Umweltschutz, EH&S Management Representative, Siemens AG Transportation Systems, Braunschweig"Nachhaltige Mobilität am Beispiel Siemens AG Transportation Systems" Dem steigenden Mobilitätsbedürfnis steht die Forderung nach einem möglichst geringem Energieverbrauch und möglichst wenig Schadstoff-Emissionen gegenüber. Im Vortrag wird am Beispiel der Siemens Transportation Systems aufgezeigt, wie sich einer der weltweit größten Komplettanbieter von innovativen und nachhaltigen Lösungen für den schienengebundenen Nah-, Regional- und Fernverkehr von Bahnsystemen dieser Herausforderung stellt.
* * * Kurzfassung * * *
Die Bereichsreferentin für Umweltschutz der Siemens AG Transportation Systems, Frau Uta Maria Pfeiffer, erläuterte die Vorstellungen der Siemens AG zur Nachhaltigen Mobilität. Hierbei muss der Bereich der Nachhaltigen Mobilität im Kontext der gesamten Umweltschutzstrategien der Siemens AG gesehen werden und reicht von der Produktentwicklung, über die -fertigung bis zum -recycling.
Beispiele für die Umweltschutzmaßnahmen sind der Einsatz von Naturmaterialien statt Kunststoffen, die Verwendung getrennter Stoffe statt Verbundstoffen, der geringere Energieverbrauch der Fahrzeuge und die Reduktion der Schallemissionen.
Auch hierbei wird ein umfassender Ansatz verfolgt. Beispielsweise werden Energieeinsparungen nicht nur durch bessere aerodynamische Formen erreicht, sondern auch durch den Einsatz moderner Kommunikationssysteme. Durch den Einbau von Energieverbrauchsanzeigern in den Loks werden die Lokführer zu energiesparendem Verhalten motiviert.
Wie wichtig diese umfassende Sichtweise ist, erläuterte Frau Pfeiffer am Beispiel der Lärmreduktion und der sozialen Auswirkungen dieser Umweltschutzmaßnahme. Die für Österreich hergestellten lärmarme Dieselloks sind so leise, dass sie auch Flüsterlok genannt werden.
Wie abhängig auch gute Konzepte zur Nachhaltigen Mobilität von der derzeitigen Marktlage sind, wurde am Beispiel des Cargo Movers deutlich. Dieses neuartige System für den Gütertransport auf der Schiene verbindet die Vorteile von Lkw und Güterzug. Obwohl das Konzept überzeugt, fehlt es derzeit an konkreten Anwendungsbeispielen.
Insgesamt ein sehr interessanter Vortrag, der zum Nachdenken angeregt hat, wie die sich anschließende Diskussion deutlich gemacht hat.
Arbeitskreis Umwelttechnik Arbeitskreisleiter: Dr.-Ing. Frank Schröter Kontaktadresse: St.-Wendel-Str. 4
38116 BraunschweigTelefon:
Email:0531 / 391 - 7929
f.schroeter@tu-bs.de![]()