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Stand: 12. Mai 2010 | |
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Umwelttechnik
in Braunschweig Vortragsreihe des VDI
AK Umwelttechnik Leitung: Dr.-Ing. Frank Schröter, VDI
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in Kooperation mit: |
Der Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) bietet mit seinen Umwelttechnikarbeitskreisen, die in das VDI Fachbereich "Energie und Umwelt" eingebunden sind, Interessierten ein Forum (Kompetenznetzwerk) zum Erfahrungsaustausch.
Im Rahmen der Vortragsreihe Umwelttechnik in Braunschweig stellen VDI Umweltingenieurinnen und Umweltingenieure Ergebnisse aus ihrer täglichen Berufspraxis zum Themenkomplex Wasser/Hochwasser vor.
Die Vorträge sollen den Erfahrungsaustausch zwischen den Ingenieuren fördern, den Studierenden der umweltbezogenen Fachrichtungen Informationen über die Probleme, aber auch die Lösungswege aus dem Ingenieursalltag geben und den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis verbessern.
Die Vorträge finden jeweils Freitags um 17.00 Uhr im Sitzungssaal der IHK Braunschweig (Brabandtstraße 11) statt
(Anfahrtplan_zur_IHK [PDF-Datei, 149 KB]).Vortragsreihe Poster [PDF-Datei, 58 KB]
Vortragsreihe Flyer [PDF-Datei, 186 KB]Vortragsreihe Poster A3 (mit Vortragsinfos) [PDF-Datei, 64 KB]
Presseinformation [PDF-Datei, 31 KB]
09. April 2010
Dipl.-Ing. Dietmar Bublitz
Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) BraunschweigHochwassergefahr: „Entstehung, Überwachung, Meldewesen sowie Alarmierung“
Hochwasser gefährdet Leben, erzeugt menschliche Tragödien und hohe wirtschaftliche Verluste. Wasser kennt keine Grenzen. Zwischen 1998 und 2004 verursachte Hochwasser in Europa über 100 große Überschwemmungen, besonders hervorzuheben sind die HW der DONAU und der ELBE im Jahre 2002. Weitere HW in 2005 verstärkten den Handlungsbedarf. Seit 1998 haben Hochwasser 700 Tote, über 1,5 Millionen Obdachlose und letztendlich 25 Billionen Euro versicherter wirtschaftlicher Schaden verursacht. Hochwasser-Schäden sind deshalb zu minimieren bzw. sollten vermieden werden. Ein ganzheitlicher und nachhaltiger Hochwasserschutz ist zu besorgen.
Eine Hochwasserschutzstrategie ist die entsprechende Vorsorge bei Hochwasser zu treffen. Dazu gehören insbesondere die rechtzeitige Bereitstellung von Informationen, z. B. für Warnungen und Meldungen. Der Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz betreibt u. a. hierzu ein umfangreiches Messnetz, um Daten für Hochwassermeldungen und Lageberichte zur Verfügung zu stellen.
*** Vortragsfolien [PDF-Datei, 4,2 MB] ***
Erika Gonnermann
Leiterin der Abteilung 2, Polizeidirektion Braunschweig„Anforderungen der Katastrophenabwehr an die Hochwasser-Management-Pläne“
Wenn der vorsorgende Hochwasserschutz nicht greift, was dann? Was ist Katastrophenschutz und wer ist Katastrophenschutzbehörde? Wie können Hochwassermanagementpläne der Vorbereitung der Bekämpfung von katastrophalen Hochwasserereignissen, der Bekämpfung derselben und der Eigenvorsorge der Bevölkerung dienen? Dies sind nur einige Fragestellungen, die im Vortrag behandelt werden.
16. April 2010
Dr. Stephan Lange
Prof. Dr.-Ing. W. Hartung + Partner GmbH, Braunschweig„Vom Niederschlag zum Überschwemmungsgebiet am Beispiel Schunter in Braunschweig“
„Überschwemmungsgebiet ? Das kenne ich, das ist doch da, wo beim Hochwasser 19?? das Wasser stand.“ Ganz so einfach ist es aber doch nicht. Da heute im gesetzlichen Überschwemmungsgebiet die Nutzungen eingeschränkt sind, müssen einheitliche, objektive und nachvollziehbare Verfahren angewendet werden, damit gewährleistet ist, dass alle Betroffenen vergleichbar behandelt werden. Und da Hochwasser im Binnenland aus Regen entsteht, werden in diesem Vortrag alle - in der Summe sehr komplexen - Bearbeitungsschritte dargestellt, die notwendig sind, um aus den Wassertropfen ein 100-jährliches Hochwasser und daraus wiederum das Überschwemmungsgebiet eines Flusses zu ermitteln.
*** Vortragsfolien [PDF-Datei, 6,4 MB] ***
23. April 2010
Dipl.-Ing. Stephan Bellin
Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) Hildesheim„Hochwassergefahrenkarten und Gefährdungspotenziale“
Die letzten extremen Hochwasserereignisse an Oder, Elbe und das letzte extrem Ereignis (2007) an der Innersten sind uns noch gut in Erinnerung. Außerordentliche Hochwasser sind Naturereignisse mit seltenen Wiederkehrintervallen. Sie werden für den Menschen zur Katastrophe, da sie immer mehr in die Überflutungsgebiete eindringen. Diese Hochwässer und deren Auswirkungen auf Leben und Sachwerte werden oft vergessen. Aus diesem Grund fordert die EU-HWRM-RL unter anderem auch die Aufstellung von Hochwassergefahrenkarten in Gebieten mit einem signifikanten Hochwasserrisiko.
Ein Ziel ist es, mit diesen Hochwassergefahrenkarten Gefahren, die mindestens von einem statistisch einmal in hundert Jahren zu erwartenden Hochwasser ausgehen, aufzuzeigen, um somit einerseits das Bewusstsein über die Hochwassergefahr in der Bevölkerung und bei den Entscheidungsträgern zu wecken, andererseits aus diesen Plänen entsprechende Hochwasserschutzmaßnahmen zu entwickeln. Aber es stellt sich nun auch die Frage, ob dieses Instrument wirklich so neu ist und was aus den Gefahrenkarten abgeleitet werden kann?
*** Vortragsfolien [PDF-Datei, 3,0 MB] ***
30. April 2010
Dr. Stefan P. Schmid
Hydroprojekt Ingenieurgesellschaft mbH, Weimar
„Planerische Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen: Erfahrungen aus den neuen Bundesländern“
Vom Entschluss eine Hochwasserschutzmaßnahme durchzuführen, bis zur Umsetzung ist es oft ein weiter Weg mit zahlreichen Fallstricken. Neben möglicher technischer Probleme, die zu lösen sind (z.B. mit dem Untergrund), darf dabei auch das weitere Umfeld nicht vernachlässigt werden. Wechselwirkungen mit anderen Planungen müssen frühzeitig erkannt und einbezogen werden. Bei Linienbauwerken wie Deichen oder Hochwasserschutzmauern sind oft zahlreiche Querungen von Leitungen und Verkehrsbauwerken einzubeziehen. Umweltbelange sind zu berücksichtigen.
Auch die Verfügbarkeit der beanspruchten Flächen muss geprüft werden, usw.
Eine offene, konstruktive Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Planern, dem Auftraggeber, der Genehmigungsbehörde und natürlich den Betroffenen sind dabei oft entscheidend.*** Vortragsfolien [PDF-Datei, 4,1 MB] ***
(incl. Link zu einem Video zum Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens für die Selke)
07. Mai 2010
Dr. Hans-Jürgen Leist
Forschungsstelle Recht, Ökonomie und Umwelt, Uni Hannover
„Die Deutschen und ihr Wasser – virtuelle, gefühlte und reale Probleme“
Die Ressource Wasser nimmt im Bewusstsein der Deutschen eine Sonderstellung ein: Kaum eine andere Ressource ist in so hohen und seit Jahrmillionen konstanten Mengen auf der Erde vorhanden – und wird dennoch als knapp angesehen und eingespart. So benötigt ein Deutscher insgesamt nur etwa 50 % des globalen Pro-Kopf-Verbrauchs an Wasser, während er bei der Energie das Dreifache des weltweiten Durchschnitts konsumiert.Wie lässt sich dieses außergewöhnliche Sparbewusstsein erklären? Ist es angesichts der vorhandenen Infrastruktursysteme sinnvoll? Wie wird sich das Tarifsystem entwickeln? Sollte auch der virtuelle Wasserverbrauch berücksichtigt werden? Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf den Wasserkreislauf? Dies sind nur einige Fragestellungen, die im Vortrag behandelt werden.
*** Vortragsfolien [PDF-Datei, 514 KB] ***
*** vgl. auch Artikel von H.-J. Leist im Unimagazin der Leibniz Universität Hannover, Ausgabe 3/4 2002, "Übers Wasser" ***
*** Wasser sparen? Warum die Qualität des Trinkwassers wichtiger ist als seine Menge [PDF-Datei, 95 KB] ***
* * * Die Teilnahme ist kostenlos * * *
* * * Anmeldung erwünscht * * *
Arbeitskreis Umwelttechnik Arbeitskreisleiter: Dr.-Ing. Frank Schröter Kontaktadresse: St.-Wendel-Str. 4
38116 BraunschweigTelefon:
Email:0531 / 391 - 7929
ak-umwelttechnik-braunschweig@vdi.de![]()